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Men don't protect you anymore

Aug. 14., 2016

10:14 am - Wylag

Schon auf der Anfahrt merkte ich, dass ich dieses Jahr etwas wichtiges vergessen hatte: Meine Kamera. Also machte ich fast nur Hundebilder mit dem Telefon.
Aber der Norddeutsche Rundfunk war wieder da und hat Bilder und Videos online.
Donnerstagabend war eine Onlinebekanntschaft von Tiger mit Kamera da, die einen Teil ihre Bilder, hauptsächlich Portraits, auf Facebook gepostet hat: https://www.facebook.com/blickfaengerinfoto/ Aus der Reihe gibt es sogar ein Bild von mir, das ich mag:


Bild: Blickfängerin/Alina Krohn


Da sich das Programm im Vergleich der Jahre nicht verändert hat und auch die bekloppten Aktionen weitesgehend ausfielen, wüsste ich auch nichts, was ich verpasst habe zu fotografieren. Höchstens ein paar drollige Besucherhunde, wie die kleine (jagdlich geführte) Dackelhündin die Fuchsfelle anknurrte. Mein Wylag bestand eher aus Menschenbegegnungen und Unterhaltungen.
Dazu kam das irritierende Gefühl in den ersten Tagen, Maike nichts mehr erzählen zu können. Sie hatte mich 2005 zu meinem ersten Wylag geschleift.
Und die Trauer um Andrea, die kurz nach dem letzten Wylag 2014 verstarb.

Geschlafen habe ich in diesem Jahr als "Mieterin": Tiger war schon einige Tage vor mir in Ratzeburg und fing das fröhliche Handeln mit Zelten an. Also hatte ich immer mal wieder SMS ala "Brauchst dein Zelt nicht" - "Brauchst dein Zelt doch. Das neue ist schimmlig/schon verkauft/..." usw. Ab Vorabend schleppte ich mein Zelt einfach wieder auf den Dachboden und fuhr ohne - irgendwo würde ich schon unterkommen. Hat sich auch so ergeben, auch wenn das Zelt bei meiner Ankunft schon an Joe weiter verkauft war. Darin war deutlich mehr Platz als in meinem kleinen Klappzelt. Was allerdings auch heißt, dass es nachts kälter war als ich es gewöhnt bin. Fast 3 m Höhe habe ich mit meiner Körperwärme einfach nicht warm genug bekommen um wohlig zu schlafen. Trotz Schlafsack, Lodenmantel und Wolldecke. Ironischerweise hatte ich in den Tagen vor der Abfahrt keinen Bock auf Hitze im Zelt. Zwischendurch hatte ich Platz für Übernachtungsgäste samt Kind und da es ein liebes Kind war, war das okay (und endlich mal warm).
Durch ein anderes Kind, das dieses Jahr bei uns zu Besuch war, lernte ich auch Hüpfekästchen in Holzschuhen zu hüpfen. Fragt nicht - aber es geht.
Ratzeburger Taxidienste waren auch eher merkwürdig. Angegeben wurde, dass ein Fahrer in 10 Minuten da ist. Nach 20 Minuten hieß es "In 5 Minuten", insgesamt haben wir 50 Minuten gewartet.

Die Taverne fand ich dieses Jahr an den Abenden teilweise sehr leer. Als "Nachbar" bleibt es aber mein liebster Ort für die Abende, ans Lagerhopping kann ich mich nicht ganz gewöhnen. Bisher war jeder Abend in irgendwelchen Lagern merkwürdig. Ob es nun wegen Kräuterrauchen, Konservenmusik, Fußball gucken auf nem Telefon oder Faxe-Ausschank lag. An der Taverne stören sich die Leute auch seltener, wenn ich einfach dabei bin und schweige. In Lagern irritiert es andere und es werden Gespräche aufgedrängt. An der Taverne kam auch noch niemand auf die Idee, mir den Schoß als Sitzplatz anzubieten, weil kein Stuhl frei war. Oder Bier in meinen Becher Tee zu kippen.

Ich werde mich bemühen dieses Jahr wieder zum Burgfest auf die Tannenburg zu fahren. Mit Kamera.

Tags:
Aktuelle Stimmung: tiredtired
Aktuelle Musik: Waschmaschine schleudert

Jul. 17., 2016

10:50 pm - Super Sonntag

Endlich habe ich mal wieder an Fotos gedacht von sieben Dingen, für die ich heute meine Hände benutzt habe. Also heute ist ein Sonntag, ein sieben-Sachen-Sonntag. Angefangen damit hat Frau Liebe und mittlerweile sammelt Grinsestern die Teilnehmer ein.



Kaffee getrunken. Heute war der zweite Tag eines Funklehrgangs und Lehrgangskaffee gibt es zur Zeit in Pappbechern. Eigentlich hätten wir in der voll ausgestatteten Küche mit Spülmaschine auch Tassen, aber das ist wohl zu einfach. Oder eben zu schwer, diese Sache mit dem ein- und ausräumen...


Mich mit dem Breitengradmessdingsi auf einer Karte orientiert. Erst im Unterrichtsraum, später unterwegs.


Unterwegs heißt, als Beifahrer in einem Rettungswagen. Dort kümmerten sich meine Häne ums Funkgerät, mussten Protokolle schreiben und mit der Karte und dem Dingsi bestimmte Zielkoordinaten raussuchen. Das arme Hirn musste zusätzlich auch noch Rätsel lösen und Dinge wie "Antennenkabel" buchstabieren.


Eine Flasche weggestellt. Mit Kaffee und einem Ale (viel später), habe ich über 3 Liter getrunken. Heureka!


Eingemummelte Feldbetten von einem Anhänger in einen Transporter geladen und von dem Transporter wieder in ein Lager gebracht. Muss ja alles seine Ordnung haben.


Nach fast 10 Stunden endlich wieder daheim - darauf erstmal ein Eis!


Und weil es so schönes Wetter war, saßen der Kurzhaarige und ich noch eine ganze Weile im Garten und haben uns die Finger verbrannt. Dabei ist der Kronkorentisch ordentlich weiter gewachsen und steht kurz vor seiner Vollendung - leider sind uns die Becks-Kronkoren ausgegangen und ich wollte nicht, dass ein relativ häufiges Element am Ende komplett im Muster fehlt. Nebenbei gab es das vorher schon erwähnte Heather Ale.
Am Ende werden 704 Kronkoren auf der Tischplatte kleben. Wir haben es kurz im Kopf überschlagen wieviel Liter das wohl waren und bei einem Literpreis von durchschnittlich 90 Cent... Oh, schau mal, das ist aber ein besonders hübscher Grashalm, oder?
;)

Jul. 13., 2016

06:00 pm - Picture my day

Irgendwer im Internet hat sich ausgedacht, dass es doch lustig wäre, wenn Menschen ihren ganzen Tagesablauf fotografieren und anderen Menschen im Internet zeigen. Dann können wir alle neidisch auf das Leben von anderen Menschen schauen und sofort eine Katzenkaffeetasse auf Amazon bestellen oder den Partner nächstes Wochenende in den Zoo schleifen.
Neben "12von12", mit denen ich gestern kämpfte (Eintrag kommt noch) und den "Sieben Dinge, die ich am Wochenende mit den Händen gemacht habe", musste ich natürlich auch mal den Picture my day mitmachen. Passenderweise ist mir überhaupt erst eingefallen, dass ich dafür Fotos machen muss, als ich schon 60 km entfernt von der Heimat auf dem Weg ins Trainingsgebiet war.
Picture my day!Collapse )

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Jul. 6., 2016

03:41 pm - Projekt Putput wird 1 Jahr!

Am 25. Mai 2015. habe ich den Tag „projekt putput“ zum ersten Mal verwendet (damals war ich sehr viel fleißiger was das Schreiben über mein Anti-Island angeht- Schande über mich!), aber der eigentliche Beginn des Projekts Putput war der Einzug der Hühner am 26. Juni 2015 (Friends only-Beitrag). Da ich dieses Jahr am 26.6. unterwegs war, verzögerte sich der Rückblick auf ein Jahr mit Hühnern etwas.
Mit dem ersten Schwung Hühnern, die vier aus der Nachbarschaft, haben wir schon einiges erlebt: Der Umbau, um überhaupt Hühner halten zu können, das Ausräumen des alten Stalls, der Todesfall durch den übermütigen Hund, Namensgebung, Spaziergänge im Garten, Flughühner die gar nicht flugfähig sein sollten, ein überraschender Hahn (der uns an den Rand des Wahnsinns trieb), die ersten eigenen Eier, ... und jetzt sind die Küken da.
Am 6. Juni, also vor genau einem Monat, habe ich die Küken von K. abgeholt. Mittlerweile hatte sie ihre Prognose „Drei Hühner, ein Hahn“ gedreht und vermutete drei Hähne und eine Henne. Aus dem gelben Blob Plumps war ein riesiges weißes Küken geworden, eines der braunen Küken war nun eher gräulich und fast so klein wie die Zwerghuhnküken. Zwei fast identisch große Küken waren bräunlich und schwarz, mit ähnlichen Federzeichnungen wie der Vater. Auf dem Rückweg fuhr ich kurz bei meiner Schwester vorbei und der kleine große Neffe zeigt auf das bräunlichste Küken: „Cappuccino ist doch braun, oder? Dann heißt das jetzt Cappuccino.“ Also doch nix mit „Oh je“.



Daheim im Auslauf hatte ich einen alten Kaninchenaußenstall (in dem wohnten die Frettchen, als sie hier im „Urlaub“ waren) in eine Ecke gestellt und den Meerschweinchenauslauf drumherum aufgebaut. Mir war klar, dass die alten Hühner sofort darüber springen könnten und die Neuen auch nicht lange brauchen würden. Aber immerhin wären die Schlafplätze getrennt und eine optische Barriere vorhanden. Und die war auch gut! Kaum waren die Küken aus dem Karton in den Auslauf geschüttelt, standen die Hühner kreischend vor dem Zaun und der Hahn startete einen Scheinangriff nach dem nächsten.



Später erfuhr ich von einer anderen Bekannten, deren Oma jahrelang Hühner hielt, dass sie Vergesellschaftung ähnlich behandelte. Erst ein paar Tage in getrennten Abteilen mit Sichtkontakt, später gemeinsamer Auslauf und getrennte Schlafplätze und irgendwann geht es. Zu der Zeit stand Cpt. Janeway, also der Hahn, kurz vor der letalen Operation am Hals, da er morgens um 4:30 Uhr mit dem Krähen begann, mit dem Einzug der Küken wurde er zudem kurzeitig sehr aggressiv - seit zwei Wochen ist er fast vollständig verstummt. Mal abgesehen davon, dass der Captain und seine Crew die Newbis im Auslauf verscheuchen, wenn sie zu aufdringlich werden oder mit Leckereien fressen wollen, läuft es jetzt ganz gut. Noch keine dicken Freundschaften, aber keine Scheinangriffe oder gar Kämpfe. Obwohl die größeren Küken bald so groß sind wie die Althühner. Seit ein paar Tagen schlafen die Neuen mit im richtigen Stall und gestern Nacht saß das schwarze Küken, das wegen seiner Neigung immer den höchsten Punkt zu suchen „Geier“ genannt wird, direkt an den Hahn gekuschelt. Hoffentlich ist es ein Huhn!

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Das graue winzige Küken erhielt ebenfalls am Tag der Einkunft einen Namen. Ein Twitterbot hatte meine Nachricht von der Ankunft der Küken mit merkwürdig makaberen Antworten bedacht. Als wären sie Untote... Da der kleine graue Federball gerade auf meinem Fuß saß und sehr verwirrt wirkte, wurde es zu „Zombie“. Die Verwirrung hat sich bis heute nicht gelegt, Zombie ist immer etwas hinter den anderen und durch ein mandelförmiges Auge (das andere ist normal rund) ist die verpeilte Ausstrahlung noch stärker. Wir vermuten, dass es ein kleiner Hahn ist.



Da das weiße Monsterküken seeeehr dreist ist und sich gerne auf Menschen setzt (gerne auch auf meine Schultern und pickt dann in die grünen Haare oder versucht meine Piercingkugeln zu fressen - Augenbraue olé!) habe ich angefangen es genervt als „Krähe“ zu bezeichnen. Vielleicht auch etwas beeinflusst von der weißen Krähe aus dem Roman „Die Wand“, welchen ich gerade las. Die Dreistigkeit und der rasante Wachstum lassen uns in diesem Küken auch eher einen Hahn vermuten.



Gleichzeitig mit den Küken kamen zusätzliche Sorgen auf. Zum einen wird der Hahn bald weg müssen. Nicht nur, dass sein lautstarkes Gekreische eine nervliche Belastung ist, kann ich ihn alleine nicht festhalten. Die Hühner setze ich nachts im Stall einfach um - bei ihm geht das nicht. Er ist langsam in einem Alter, dass das Fleisch bald zu faserig wird um zu schmecken. Ich fange an, YouTube-Videos zur Schlachtung zu schauen. Sehr schweren Herzens zur Zeit, da er ja wieder ruhig und umgänglich ist.
Nerviger ist da das Gepicke der Althühner in meine Füße und Beine. Aus den lieben, vorsichtigen Küken aus dem letzten Jahr sind hinterlistige Hacker geworden. Dazu sehen sie furchtbar aus. Neben dem Treten vom Hahn, das ihnen nackte Schultern einbrachte, verlieren sie derzeit viele Federn. Ich hoffe, dass dies nur die erste richtige Vollmauser ist. Bisher verloren sie immer nur einzelne Federn, nackte Hühner (wie sie die Literatur beschrieb) kenne ich bisher nicht.



Dazu kommt, dass Fluffpuff immer wieder einen Kot beschmierten Puschelpopo hat und besonders in der Ruheposition pfeifend atmet. Ein Kothaufen neulich war durchsetzt mit langen, fadenartigen Rückständen. Hoffentlich keine Würmer! Wurmmittel wie es sie für Hunde oder Katzen gibt, gibt es bei solch kleinen Hobbyhühnerhaltungen meines Wissens nach nicht. Jetzt gibt es alle paar Tage Reis mit geriebenen Möhren und Knoblauch, der Stall wurde komplett gemistet, der Auslauf durchgeharkt und alle Trinkbehälter mit kochendem Essigwasser ausgespült. Einen neuen ähnlichen Kothaufen habe ich nicht wieder gefunden, aber noch bin ich nicht beruhigt. Merkwürdigerweise sind nur die beiden weißen Althühner, besonders häufig halt Fluffpuff, so dreckig rund um die Kloake. Der Hahn hat selten Dreck hängen, bei den Küken habe ich es noch gar nicht gesehen. Ein pflanzliches Wurmmittel ist bestellt, aus dem Landhandel wollte ich demnächst mal Kükenfutter mit einem Wirkstoff gegen Kokzidien holen. Keine Ahnung was hilft, aber hoffentlich irgendetwas davon.

12:44 pm

Mir ging es schon lange nicht mehr so schlecht wie im Moment. Nur selten ist mir bewusst, wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell alles enden kann. Es ist keine Zeit mehr zu warten. Ich muss jetzt einfach einige Sachen festhalten. Erwartet eine Reihe von Postings.

Jun. 22., 2016

01:54 pm - Vielleicht bin ich ja Manuel Neuer?

Derzeit sitze ich kaum am PC. Es passiert soviel! Und wenn ich hier sitze, dann lese und kommentiere ich lieber.

Aber es gibt Sachen, über die ich hier noch reden muss. Also bleibt mir treu. Bis bald. Oder so.



PS: Frau Brummer wiegt 830 g! Yeah! Aber da sie viel trinkt gibt es die nächsten Tage eine homöopathische Kur. Einen Bluttest habe ich erstmal abgelehnt.

Mai. 23., 2016

12:58 pm - Schwarz-Öl-Gelb

Letzte Woche ist etwas passiert, woran ich auch nicht ganz geglaubt hatte: Der Kurzhaarige hat mir beim Umstecken von Winter- auf Sommerreifen geholfen. Also kann ich jetzt den Punkt "Selbst Reifenwechseln" auf meiner Evolutionsliste abhaken/durchstreichen. Alleine hätte ich übrigens aufgegeben, da die Radmuttern für meine Ärmchen viel zu fest saßen. Und weil ich dekadent bin, wurde die Position der Reifen mit gelber Ölkreide aufgezeichnet.

Und da ich meine alte Spiegelreflexkamera wieder ausgegraben habe, gibt es hier demnächst auch mal wieder etwas aus dem Garten.

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Mai. 15., 2016

12:48 am - 400 g Unterschied

Mittwoch ging es für Frau Brummer wieder zum ZahnTierarzt.
Da ich am Montag den Käfig gesäubert und dabei allen Schweinchen die Krallen geschnitten hatte, war auch ein allgemeines Wiegen angesetzt. Milchreis knackte die 1000 g-Marke locker und Tibor traff sie fast aufs Gramm genau, während Soja und Frau Brummer mit 840 und 710 g weit abgeschlagen waren. Um sicher zu gehen, dass bei Soja alles okay ist, durfte sie mit zum Arzt. Diesmal gab es auch kein Gerangel in der Transportbox, doch Frau Brummer war deutlich entspannter und an die Reise gewöhnt.
Der Tierarztbesuch selbst war unspektakulär - bei beiden sind die Zähne soweit in Ordnung und wurden nur minimal gekürzt. Der fehlende Zahn von Frau Brummer scheint ganz weg zu sein und auch weg zu bleiben. Der nächste Kontrolltermin ist in sechs Wochen, danach würde ich gerne auf acht Wochen erhöhen - soooooo viel Spaß macht das mit Namen begrüßt werden auch nicht.

Apr. 25., 2016

09:17 pm - Ein Schritt und acht Beine weiter

Vor ein paar Tagen, als es gerade mal warm war, haben wir das Gartenmojo wieder entdeckt. Der Acker wurde umgegraben und entgrast, die Hühner halfen beim Glätten, ich empfand aufeinmal Fugen kratzen & Fegen (wieder) als Erholsam und ein Bohnenrankgerüst wurde gebaut. Todesmutig haben wir auch schon Tomatenpflanzen gekauft, die jetzt in Töpfen draußen (!) stehen. Kurz nach ihrer Anschaffung letzter Woche fielen die Temperaturen wieder und ich bange etwas, ob sie das überleben. Bei unseren Pflanzenkäufen fand ich auch diese Kuriosität:

loewenzahn.jpg
(Klick für Groß)

Manchmal ist es doch nicht schlecht, wenn sich das Personal mit Pflanzen auskennt und solche Patzer aussortiert...
Bei der Gartenarbeit hatten wir immer wieder das Problem, dass wir entweder den Hund im Haus oder die im Hühnerauslauf eingesperrten Federterroristen im Auge behalten mussten. Frau Holle und Fluffpuff halten von soetwas wie Zäunen wenig und flatterten immer wieder auf den Schuppen und von dort in den Garten, teilweise dem Hund fast auf dem Kopf. Nachdem dann auch noch ein Nachbar meldete, dass sie den Weg in seinen Garten gefunden hätten (und von dort geht es direkt zur Straße), entschied ich mich fürs Flügelstutzen. Richtig toll finde ich das nicht, aber das Leben ist stressfreier geworden. Die Hühner sind und bleiben jetzt da, wo sie sein sollen, der Hund kann wieder frei im Garten laufen, es gibt weniger Möglichkeiten für alternative Legenester und die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf die Straße rennen ist auch verkleinert.
Seit Ostern legen sie auch nicht mehr täglich ein Ei, aber das ist okay. Dafür steht Verstärkung in den Kinderschuhen:
Als sich unser Captain Janeway als Hahn entpuppte, der alle Nachbarn und uns zuverlässig ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang weckt, fing ich an die Augen nach einer neuen Heimat offen zu halten. Denn noch sagen die Nachbarn nichts böses zum Krähen, aber das könnte in den nächsten Wochen noch umschlagen. Bei der Recherche kam raus, dass eine Kameradin in der Hundestaffel ebenfalls Hühner hält. Einen Platz für Janeway hatte sie nicht - sie hatte gerade erst ihr geliebtes Rassehuhn, das doch ein Hahn war, wegen der Nachbarn abgegeben - aber einen vollautomatischen Brüter! Einige kahle Stellen auf den Rücken von Frau Holle und Fluffpuff zeigten deutlich, dass der Captain tritt; also drauf springt und begattet. (Die kahlen Stellen sind eigentlich noch ein Grund warum ich vom Modell "Zwei Hennen, ein Hahn" derzeit nicht begeistert bin und nach weiteren Hennen/Platz für den Hahn suche...) Da entstand schnell der Plan einige unserer Eier in ihre nächste Brutrunde zu stecken. Kurz nach Ostern ging es los und neben ihren Zwerghuhn-Eiern sahen unsere Eier aus wie von Dinos:
eier.jpg

Um die Eier besser ausseinander halten zu können hatte ich ihnen mehr oder weniger ernste Namen auf die Schale gekritzelt. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass die Brüter-Bewacherin kontrollieren kann ob sie wirklich gewendet wurden. Ihr Modell macht das automatisch durch Kippbewegungen, bei anderen muss das 4 x täglich von Hand gemacht werden... "Lotta" war genau an dem Tag gelegt worden, an dem ich die Eier abgab. Die anderen drei waren zwei bis drei Tage älter.
Nach etwas weniger als einer Wochen schickte sie mir per WhatsApp die ersten Bilder von einem durchleuchteten Ei, in dem angeblich ein kleiner Hühnerembyro war. Ehrlich: Ich sah da nix, außer ein angeleuchtetes Ei. Alle paar Tage gab es dann Statusberichte. Sie hatte ihre Eier von Zwerghühnern und Araucanern bei Züchtern bestellt und teilweise mehr geschickt bekommen, als sie geordert hatte. Einige waren schon auf dem Postweg kaputt gegangen, andere sortierte sie während der Brutphase aus, wenn sich im Ei nichts entwickelte bzw. der Embryo abstarb.
In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es aufeinmal die Nachricht, dass das Schlüpfen beginnt. Den Tag über gab es immer wieder Nachrichten wie "Bei Lotta gibt es ein Loch in der Schale, Ach hat noch gar nichts gemacht. Vier Zwerge wuseln schon rum.". Als sich bis zum Abend erst ein Monsterküken komplett befreit hatte und die anderen immer wieder lange Pausen einlegten, befürchtete ich schon, dass sie es nicht schaffen und an Erschöpfung sterben werden. Sonntag früh gab es dann ein Gruppenbild:
küken.jpg
"Ach" und "Oh je" sind die braunen, Lotta trägt schwarz und Plumps ist der gelbe Federball

Noch bleiben die Minis bei ihren Zwergkumpels. Aber wenn sie etwas größer und stärker sind, dürfen sie hier einziehen.

Neben dem Garten komme ich auch wieder in einen Sportflow und fahre zwei bis dreimal in der Woche ins Fitnessstudio oder - Achtung! - Hallenbad. Tatsächlich habe ich mir seit gefühlten dreihundert Jahren wieder einen Badeanzug gekauft. Nicht ganz zum Sport gehört mein Ausflug zum Hamburg Marathon letzte Woche, bei dem ich mit anderen DRKlern im Zielbereich diejenigen einsammelte, die nicht mehr selbst stehen und gehen konnten. Und der gleiche Verein machte mich gestern fertig, bis ich mir am späten Nachmittag diesen kleinen Patch an die Einsatzjacke pappen durfte.
sani.jpg

Sanitäter sein bedeutet eigentlich einfach nur, dass ich etwas mehr gelernt habe als in einem Erste-Hilfe-Kurs und bei Veranstaltungen als ehrenamtlicher Pflaster kleben darf bzw. den Zeitraum ohne Behandlung klein halte, bis das Fachpersonal kommt. Aber hey, der leere Platz auf meiner Jacke ist abgedeckt. Ich fiebere aber eher einem Fachgruppen-Abzeichen entgegen. Das mit dem Hund drauf...

Mär. 24., 2016

02:41 pm - Zahn weg

Frau Brummer kommt immernoch um die OP rum - der Zahn lässt sich noch nicht blicken. Also keine neuen Erkenntnisse zum Übeltäter. Gestern wurden die Schneidezähne alle geschnitten und die Backenzähne etwas geraspelt. War das letzte mal Schneidezähne abschneiden (mit einem Dremel) noch eine Tortour mit geschocktem Schwein, hat sie das gestern ohne Gezappel über sich ergehen lassen. Nur das Gewicht ist mit 710 g weiter zu niedrig.
Die nächste Kontrolle ist erst Mitte April. Bis dahin hat sie hoffentlich wieder mehr auf den Rippen.

Aktuelle Stimmung: okayokay
Aktuelle Musik: Solveigs Song

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