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Men don't protect you anymore

Aug. 19., 2015

06:22 pm - Das macht doch keinen Spaß



Die Schwarze Witwe aka Mikrowellen-Backofen-Kombi will nicht mehr. Mal wieder. Es ist schon die dritte, seit ich Nr. 1 vor zwei Jahren zu Weihnachten bekam. Bisher wurde immer anstandslos eine neue geschickt und eine der "kaputten" hat ein Bekannter meiner Eltern für seine Tochter reparieren können. Aber seit dem ersten Kauf ist der Garantiezeitraum abgelaufen. Trotzdem geht die nächsten Tage ein Brief raus und hoffentlich darf ich dann in ein paar Wochen wieder backen *seufz*
Der Müll, der jedesmal entsteht, nervt mich trotzdem. Mal angesehen von der Zeit, die immer wieder mit den Briefen und dem warten auf die Speditionslieferung draufgeht, nervt mich. Mir wäre es lieber, wenn es einen offiziellen Reperaturservice gäbe oder noch besser: Sie heil bleiben würde.
Jedenfalls weiß ich jetzt, von welcher Firma wir keine Küchenausstattung kaufen werden, wenn wir uns mal eine neue Küche leisten können. Aber, große doofe Neuigkeit, das wird Jahre dauern, da mein Arbeitsvertrag wohl nicht verlängert wird. Und ich kann diese Nachricht, die mir voraussichtlich Freitag übermittelt wird, nichtmal mit Backen kompensieren. Dabei ist Backen das Familienrezept gegen Stress :(

Aug. 16., 2015

10:18 pm - Eine kurze Reise durch die Zeit

Meine emotionale Stabilität ist zurzeit nicht die beste. Aber das Leben geht weiter und deshalb gibt es ein paar Impressionen aus unserem Anti-Island und dem Leben drumherum.
Gestern Abend habe ich die ersten Tomaten, trotz einiger kleiner grüner Stellen ins Haus geholt, nachdem ich die erste gefunden hatte, die angeknabbert wurde. Nachdem wir schon den Brokkoli abschreiben mussten, weil er blüht (das mit dem rechtzeitig ernten üben wir ja noch), teile ich nicht gerne.
Bei dem sonnigen Wetter der letzten Tage haben wir häufig im Garten gegessen. Zum Beispiel die eigenen Bohnen. In diesem Bild gab es dazu Nudeln und selbst panierte Fetawürfel.




In den letzten Wochen war ich regelmäßig mit der Rettungshundestaffel draußen. Mir gefällt es, aber ob ich die Ausdauer habe eine Sanitätsausbildung zu machen und den Hund zu führen, weiß ich noch nicht. Gretel war heute mal mit und hat zwei kleine, frische Trails gemeistert. Na ja, für sie war es einfach, für mich nicht immer. Mal sehen, wie es da weiter geht.


Letzten Samstag entstand als kleine Bastelei ein kleines, nicht ganz praxistaugliches Insektenhotel. Mal sehen, ob dort jemand einzieht, oder ob der Rest des Gartens spannender bleibt. Die Bastelei von diesem Wochenende ist ein schlichtes Häuschen für die Meerschweinchen, von dem ich vergessen habe ein Bild zu machen. Stellt euch einfach zwei Seitenteile und ein Dach vor - fertig. Der Clou an der Sache war meine erste Nut und Feder Konstruktion.



Selbstgezogene Bohnen und Zucchini lassen sich auch gut in der Pfanne über unserer Feuerstelle zubereiten. Letzte Woche hatten wir Besuch aus Berlin/Leipzig und haben das auch gleich mal vorgeführt.


Mit dem Besuch waren wir in Braunschweig für einen kleinen Stadtbummel. Dabei haben wir ein schnuffeliges kleines Café entdeckt, in dem es auch diese hübsch verpackten Salzkreationen zu kaufen gab. Von uns hat keiner eines mitgenommen, aber ich war schon sehr in Versuchung... Ich wüsste nur nicht, was ich mit Lakritz-Salz Würzen könnte?




Fast genauso ausgefallen ist diese kleine Bohnenkreation. Ein schöner kleiner Kringel.


Die Hühner wachsen, koten und lernen. Ihr Gackern klingt langsam nach Gackern, mit etwas freundlichem bitten gehen sie zum Schlafen auf die Stange, statt in der Legebox zu liegen, und wir erwarten in den nächsten vier Wochen die ersten Eier. Im Augenblick verlieren sie noch viele Federn und ich hoffe, dass dies eine Mauser ist, die zum erwachsen werden gehört. Milben oder ähnliches habe ich im Stall noch nicht gesehen.
Die Spatzen stehen jedenfalls ziemlich auf die Federn. Ich vermute mal, sie Polstern damit ihre Nester aus. Was mich davor gruseln lässt, dass es noch mehr werden. Der Schwarm ist auf über dreißig Idividuuen gewachsen und einige haben gelernt, den Futterautomaten der Hühner zu bedienen. Zeit, den Umbau der Laube voran zutreiben. Dann gibt es nur noch im Stall Futter...

Aug. 7., 2015

07:34 am - App-Blogging stinkt

Gerade hatte ich die Gelegenheit, meinen letzten Beitrag auf einem OC anzusehen - es tut mir leid! Obwohl ich Livejournal eine Bildgröße vorgegeben habe, variiert es anscheinend lustig rum. Es wird wirklich Zeit, dass ich wieder einen vernünftigen Desktop-PC kaufe...

Aug. 5., 2015

09:34 pm - Kurze Einblicke

Ein kurzer Blick ins Projekt Putput. Außer, dass sich die Spatzen ziemlich sicher fühlen und den Auslauf als Spielplatz mit Fastfood-Angebot sehen, gibt es nichts neues.






Im Gebüsch ist es gemütlich.


Käfer! Asseln! So ein alter Fichtenstumpf hat leckere Bewohner.


Oder doch lieber turnen?






Der Brokkoli wächst!


Und an der Stelle der Erbsen versuchen wir Petersilie zu ziehen.


Unser neuer Lieblingsplatz


Der Platz kann beheizt werden. Aber da das ziemlich ineffizient ist, ist es eher eine Outdoor-Kochstelle.

Aug. 2., 2015

07:33 pm - Du Opfer

Eigentlich könnte der Titel auch irgendwas mit 'Verstecken' und 'Wald' heißen. Passend für meinen gestrigen Tag war alles drei: Für eine Rote Kreuz-Rettungshundestaffel war ich ein freiwilliges Opfer und wurde zu Trainingszwecken im Wald versteckt.
Da sich unsere jährliche Ausbildung von Gretel in Grenzen hält, suche ich derzeit noch nach anderen Beschäftiguns- und Arbeitsmöglichkeiten für sie. Vor einigen Wochen las ich einen Zeitungsartikel über unsere örtliche Rettungshundestaffel und fand es eigentlich ganz interessant. Die Truppe wollte ich mir mal ansehen und meldete mich als Freiwilliger, der sich suchen lässt. Gestern Morgen machte ich mich daher auf dem Weg zum Stützpunkt und fuhr mit einer kleinen Truppe in ein nahegelegenen Waldstück. Unterwegs waren wir mit einem Einsatzwagen der Gruppe, der von außen einen Krankenwagen ähnelte - Rotweißes Design mit Tatütata-Gedöns auf dem Dach und dem Rettungshundelogo an der Seite. Innen gab es neben Fahrer und Beifahrersitz allerdings noch eine dreier Sitzbank und mehrere Hundeboxen, sowie Kästen für die Ausrüstung. Also Sachen wie Warndreiecke, Wasserkanister für die Hunde, Getränkekisten für die Hundeführer, Funkgeräte, Verbandszeug für Mensch und Tier, Werkzeug, usw. Unterstützt wurde der Einsatzwagen von einem Privatwagen, der den Hundeanhänger der Gruppe zog. Das hätte der Einsatzwagen auch gekonnt, aber die Fahrerin war noch unerfahren und zog es vor auf der unbekannten Strecke mit einem Fahrzeug, das sie noch nie gefahren hatte, keinen Anhänger mit lebendiger Fracht zu ziehen. Ich sag ja immer, Frauen sind in ihrer Selbsteinschätzung ehrlicher...
Im Anhänger sind fünf weitere Boxen für Hunde sowie Platz für Ausrüstung. Mit waren allerdings nur vier Hunde. Die hätten theoretisch alle im Einsatzwagen mitfahren können, aber sie sollen sich auch an den Aufenthalt in den Anhängerboxen gewöhnen. Außerdem sind die Boxen automatisch belüftet. Zwei der Hunde waren zertifizierte Rettungshunde, einer ist seit einem halben Jahr in Ausbildung und einer war zum ersten Mal dabei. Ähnlich wie ich will seine Führerin gerade schauen, ob es etwas für die beiden ist. Da ihr Fellknäuel eher ängstlich ist, macht es bei ihr eher Sinn ihn gleich mit zu nehmen und zu testen wie er auf fremde Menschen reagiert und ob er mit der Arbeit mehr Selbstvertrauen erlangt. Soetwas ist bei unserer Gretel eher weniger das Problem - sie würde sofort und mit überschlagender Begeisterung mitmachen. Daher möchte ich mir die Arbeit erstmal ansehen, schauen ob ich mit der Arbeit und der Gruppe klar komme und wissen, worauf es ankommt. So kann ich, hoffe ich, sie bei ihren ersten Versuchen schneller steuern und deutlich machen, was ich von ihr erwarte. Wenn ich erst lernen muss, was sie machen soll und wie ich mich dazu bewegen soll, macht sie etwas falsches, was ich korrigieren will, sie reagiert über und wir sind beide ganz schnell frustriert. Also muss ich erstmal lernen.
Aber weiter im Text. Neben den Hundeführern waren noch eine junge Sanitäterin sowie ein Praktikant vom THW mit dabei, die ebenfalls freiwillig Opfer spielten. Jeder wurde mit einem Funkgerät ausgerüstet, falls etwas passieren sollte und dann ging es auch schon mehr oder weniger los: Die Ausbilderin oder ggf. der Einsatzleiter brachte jedes Opfer an ein Versteck, dass an die Leistung des Hundes angepasst wurde oder schickte Personen auf einen bestimmten Wegabschnitt, den sie laufen sollten, zum Teil mit Rollator. Im Laufe des Tages saß ich auf einem Hochsitz, lag auf einem umgestürzten Baum, in einer Kuhle oder saß einfach hinter einem Wurzelteller. Dann gab es noch Anweisungen, wie der Hund sich beim Auffinden verhalten soll - je nach Erfahrung Ablegen, eine bestimmte Anzahl an Bellern, etc. - und wie er zu belohnen sei. Jeder Hundeführer muss für seinen Hund geeignete Leckerli in ausreichender Anzahl zur Verfügung stellen.
Geübte wurde die Freiflächensuche. Das heißt, die Hunde sollten nicht einer Fährte folgen, sondern die Witterung eines Menschen mit erhobener Nase aufnehmen und zu ihm laufen. Je nach Windrichtung garnicht einfach... Mit dieser Methode werden häufig ältere, demente Personen gesucht, die nicht mehr nach Hause gefunden haben oder Kinder, die während des Familienausflugs auf einmal verschwanden. Aber auch Freizeitsportler, die zum Beispiel auf ihrer Trainingsrunde einen Unfall hatten können so gesucht werden. Oder suizidgefährdete Partner, die nicht vom Spaziergang Heim kehrten... Die Liste ließe sich beliebig fortführen. In Städten/befreiedeten Bezirken ist die Freiflächensuche wohl eher ungeeignet. Die Hunde lernen, jeden Menschen ersteinmal anzuzeigen. Schon in einem kleinen Dorf wie unserem wären sie damit lange beschäftigt. Die Hundeführer müssen übrigens eine Sanitäter/Ersthelferausbildung absolvieren und gehören zum Bereitschaftsdienst des DRK. Also wenn ein Hunde-Mensch-Team einen Verletzten findet, können sie die notwendigen Erstmaßnahmen durchführen.
Jeder der Hunde konnte in zwei Runden sein Können zeigen, dazwischen gab es eine längere Pause. Daheim war ich trotzdem erst wieder am frühen Nachmittag. Der Zeitaufwand, der jedes Wochenende betrieben wird, ist also nicht ohne. Trotzdem denke ich, dass ich mich, auch wenn ich mich nicht für eine Ausbildung von uns beiden entscheiden kann, hin und wieder als freiwilliges Opfer melde. Für die Hunde ist es gut, auch immer wieder mit fremden Personen zu trainieren. Also wenn ihr keine Scheu vor Hunden habt: Schaut euch mal um, ob ihr eine Rettungsstaffel in der Umgebung habt und fragt an, ob sie Opfer gebrauchen können. Ihr werdet mit viel Hundebegeisterung und einem Ereignisreichentag belohnt.
Am Donnerstag geht es für mich zu einem Rettungstraining auf einem Hundeplatz. Mal sehen, was dort geübt wird.

Jul. 26., 2015

06:38 pm - Aufgeräumt

Da ich ein paar Tage frei hatte, gab es einen netten kleinen Aufräumtag im Garten. Die Sache mit dem Unkraut ist noch nicht erledigt, aber wie gesagt - interessiert mich nicht mehr. Der Minion war da und hat den Rasen gemäht. Außerdem hat der Kurzhaarige hat die gepflasterte Ecke vom Grünzeug befreit und einen großen Haufen Pflastersteine, die einfach rumchaosten, zu einer improvisierten Mauer mit Efeubepflanzung und kleiner Sitzbank umgestapelt. Erst war ich von der Idee nicht begeistert, aber hab ihn machen lassen. Tatsächlich ist es derzeit fast mein Lieblingsplatz!



Sträußchen, vom kurzhaarigen Helden gepflückt <3


Und dass die graue Steinwand doch besser ist, als der Blick auf Kompost und Müllecke, habe ich auch gelernt. Apropos Müll: Neulich habe ich ein paar gelbe Säcke geschnappt und offensichtlich unnützes aus den Schuppenensemle rausgeräumt und entsorgt. Ein kleiner Schritt, aber es ist einer! Und weil ich schon so gut in Fahrt war und neulich Sägeblätter im Baumarkt abholen musste, die bei meinem Schätzchen ohne Karton nicht dabei waren, warf ich gleich nochmal Atemschutzmasken in den Wagen und verstaute die unter einer Hecke verstecken Asbestreste in einen Müllsack. Erstaunlich, was Hühner so im Efeu finden... Freundlicherweise konnten wir das Zeug umsonst im Wertstoffhof abgeben. Ich hatte schon damit gerechnet, eine dreistellige Summe zu verlieren. Aber wer will das Zeug schon im Garten rumliegen haben?
Mein Part am Aufräumtag war das Hühnergehege. Dort wurde mal durchgeharkt, das Haus umgestellt -jetzt kann ich endlich die Schublade zum Wechseln der Einstreu nutzen - , das Sandbecken an eine geschütztere Stelle geschoben und auch der Futterautomat kam an eine andere Stelle. So kann ich ihn endlich vom Fenster aus sehen. Wer sich jetzt wundert, woher ein Futterautomat kommt, wenn ich doch sonst so geizig bin: Ich bin es immernoch. Mein "Automat" ist ein alter Eimer für Rasendünger, der im Schuppen war und dem Müllsack aus einem Grund entging. Er hat einen Deckel. Damit ist er wetterfest. Flugs ein Loch in den Boden gebohrt, Löffel reingesteckt, mit Futter befüllt und auf einem kleinen Metallbadregal in den Auslauf gestellt.



Es hat eine Weile gedauert, bis die Hühner den Sinn dieses gelben Kasten verstanden haben, aber jetzt geht es. Am Anfang haben sie den Löffelstiel eher zufällig bewegt, wenn sie drunter krochen (deshalb wurde der Eimer auch so tief aufgestellt, in Zunkunft soll der etwas höher). Mittlerweile hat jede ihre eigene Methode ans Futter zukommen. Janeway, das braune Huhn mit vielleicht doch einigen Führungsqualitäten, schafft tatsächlich die Meisterleistung und hat "Löffelstiel picken" mit "Neues Futter" verknüpft. Eine Weiße stochert dagegen mit dem Schnabel im Loch, während die dritte gerne auf den Eimer flattert, rumläuft und dann nachschaut, um die erzeugte Erschütterung für eine Mahlzeit reicht. Die drei sind so clever mit dem Automaten, dass sie wissen, dass er nahezu unbegrenzt Nachschub abgibt. Also wenn nur noch blödes Futter auf dem Boden liegt holt man sich einfach neues. Wir füttern also doch wieder das Spatzenheer.
das neue Improtörchen hat seinen ersten Sturm überlebt und gut gehalten. Sich vom den Plastiksegel zu trennen war eine gute Entscheidung.
Die Erbsen habe ich komplett abgeerntet. Erstmal sind sie eingefroren, da ich auf die Möhrenernte warte. Erbsen und Möhren mit Spiegelei - lecker! Dabei habe ich auch entdeckt, dass die Brokkolipflanzen endlich so etwas zeigen, das wie Brokkoli aussieht. Und die Bohnen zeigen auch die ersten Früchte. Passend zum Namen "Blaue Hilde" sind es Gothicbohnen, die erst mit der Zeit grün werden.



Das nun arbeitslose Erbsenrankgitter aus einer alten Leiter wurde von seinen Beinen befreit und steht nun im Hühnerauslauf. Als Ersatz für Ihre "Stange", die ich rausgeräumt habe. Als Rankhilfe für die Erbsen war sie dann rückblickend dann doch nutzlos. Aber mir fällt schon neuer Unsinn für nächstes Jahr ein...

Jul. 21., 2015

10:10 pm - Beruhigend

Eine gestandene Freizeitgärterin mit 20 Jahren Erfahrung/4 Hektar Gemüsegarten, erzählte mir neulich, sie hätte aufgegeben. Das Unkraut darf jetzt wuchern. Kaum hat man es entfernt, wächst es schon wieder über alles andere und überhaupt kommt man nicht hinter.
Für mich Anfänger ist das beruhigend.

Trotzdem will ich vielleicht demnächst nochmal Salat ansähen. Bei einer Kollegin habe ich dazu was tolles gesehen...

Jul. 16., 2015

09:48 pm - Gestern war morgen heute? War heute gestern morgen?

Irgendwann in den letzten Tagen ist mir das Zeitgefühl abhanden gekommen. Wie lange haben wir die Hühner jetzt? Ich müsste im Kalender nachsehen, um das zu sagen. Drei Wochen? Oder länger? Wir haben die Tür um ein weiteres Blumenrankgitter-Element ergänzt und zumindest gefühlt bin ich glücklicher damit. Aber wir hatten auch noch keinen Sturm... Vielleicht ändert sich dann wieder alles. Da wir nur einen Teil des Rankgitters brauchten, um unsere Lücke zu schließen, ist ein langes schmales Stück übrig geblieben. Das liegt jetzt wie eine Leiter im Hühnergarten und erleichtert der fluguntalentierten Janeway den Weg auf die "Stange".

Hier im Hintergrund noch ohne Leiter:


Die "Stange" sind nur zwei Elemente des Kleintieraußengeheges, die wir stehen ließen, weil die Weißen gerne drauf sitzen. Genauso wie auf den Sand-&Futtertonnen. Bevor sie auf die Dächer oder den Zaun flattern... Vorwerfen, dass unser Hühnergarten strukturarm wäre, kann man uns kaum: Gras, Sandbecken, Baumstumpf, Futtertonne, Minizaun aka Stange, Staudenbeete, Gebüsch, Kiesbeet, abgeschnittene Zweige, längst ausgescharrte Pflanzsteine-oder-wie-die-Dinger-heißen, rumliegende Steine. Es gibt viel zu entdecken. Die Ausflugslust hält sich bisher auch in Grenzen. Die Nachbarn haben uns aber schon erzählt, dass die Bande gerne an den Zaun kommt und zuschaut, wie sie ihre Blumen vor der Haustür gießen. Gackern klappt aber immer noch nicht richtig. Sie gluckern und piepsen eher.
Beim Einsperren abends streichele ich die armen Dinger im Halbschlaf immer etwas, damit sie lernen, dass Menschenberührungen nicht automatisch Zwang und Folter bedeutet. Und mir nimmt es auch etwas die Scheu, Federvieh anzufassen. Am Donnerstagmorgen könnte ich die erste auch außerhalb des Häuschens kurz streicheln.
Im übrigen finde ich Hühnerkacke fast genauso ekelhaft wie Schweinekacke. Und die haben so fast die ekelhaftesten Hinterlassenschaften von Tieren, die ich kenne.

Mit dem Verlust des Zeitgefühls habe ich auch die Lust auf die Gartenarbeit verloren. Das eh schon wuchernde Unkraut hat mit den Sturmschäden gewonnen und regiert in Chaos. Ich freue mich fast auf den Herbst, wenn ich einfach mit Motorsense und elektrischer Heckenschere aufräume.
Vorher gibt es aber noch die Ernte. Im Augenblick stecken wir uns immer noch verschiedene Beeren in den Mund, letztes Wochenende gab es eine ausgehöhlte 800 g Zucchini zum Abendessen (mit Joghurt-Knoblauch-Hackfleisch-Füllung), die Schalerbsen werden regelmäßig befummelt ob sie trocken genug zum Abpflücken sind und die Tomaten, an denen sich langsam grüne Früchte zeigen, regelmäßig ausgegeizt. Die Bohnen blühen auch, aber das habe ich nur aus Zufall gesehen. Der blühende Dost und die Stockrosen sind bevölkert mit Dutzenden Hummeln und das Fenster zu unserer Speisekammer können wir an manchen Tagen nicht mehr offen lassen, da sie sich ständig ins Haus verirren. Im gesamten Gemüsegarten, auch zwischen den Kartoffeln, und in unseren wilden Ecken blüht Mohn. Besonders der scheint Schmetterlinge anzulocken. Viele würden sich darüber freuen, für mich ist es eher schwer zu ertragen. Auf jedem Gang durch den Garten flattert so ein Vieh um einen rum und ich erleide fast Panikattacken.
Um mich zu motivieren und Pläne fürs nächste Jahr zu schmieden, gab es neulich eine Ausgabe "Mein schöner Garten". Erdbeeren können auf Baumscheiben gepflanzt werden! Das werde ich ausprobieren! Ins Hochbeet soll dann 2016 der nächste Salat Versuch. Dieses Jahr ist keine Saat aufgegangen... Oder die Vögel waren nicht so wählerisch beim Unkraut zupfen.
Zu den stressigen Tagen der vergangenen Tagen gehörte auch ein Sonntag, an dem ich einen mehrseitigen Artikel/Bericht für eine andere Zeitschrift schrieb. Der Tag war zwar 'verloren' für meine Haus- und Gartenarbeit, aber von dem extra Geld habe ich mir letztes Wochenende ein kleines Schätzchen gekauft. Eine Zug-Kapp-Gehrungssäge von metabo, die KGS 216.



Für den anstehenden Umbau von einen der Schuppen als Hühnerhaus hätte ich eh mal eine ordentliche Säge benötigt und irgendwie hatte ich mich auf diese eingeschossen. Durch den Nachsendeantrag des Kurzhaarigen hatten wir einen 10 % Gutschein von Obi und weil wir Samstag eh zum Wertstoffhof unterwegs waren, fuhren wir dort auch vorbei. Und da stand die Olle als zu verkaufendes Musterstück im Regal! Nachdem ich einen Mitarbeiter mit meinen Fragen gequält hatte, er die Bedienungsanleitung von Hand kopieren musste und Sägeblätter nachbestellt werden, akzeptierte die Kassiererin den Rabattschein zusätzlich und nun hat mich die kleine 197 € gekostet, statt 289 €. Bisher habe ich nur an Probestückchen rumgesägt, aber ich hoffe auf angenehmes Wetter am Samstag, damit ich meine vor drölfhundert Jahren angefangene Wikingertruhe vielleicht zu Ende bauen kann. Von einer Benutzung an Sonntagen und in geschlossenen Räumen sehe ich im Augenblick ab, denn sie ist laut und macht ordentlich Dreck.

Ach ja: Wie wichtig sind euch eigentlich Bilder zu den Erzählungen? Die kunterdunkle und flattichen diskutierten auf Twitter neulich über sinkenden Besucherzahlen auf ihren Blogs und die Abwanderung vieler Leser auf Instagram, da Bilder gucken einfacher sei als Lesen. Wollt ihr also mehr Bilder oder kommt ihr mit dem guten, alten Leseblog auch zurecht?

Jul. 6., 2015

09:10 pm - Harter Regen

Der erwartete Regen kam dann gegen 19 Uhr. Nicht unbedingt unerwartet, aber plötzlich. Wir haben ja schon seit Stunden jedes Wölkchen beobachtet und zugeschaut, wie sie immer dunkler und bedrohlicher wurden. Aber was dann kam, hatten wir nicht erwartet. Wir hatten noch schnell ein paar Sachen in den Schuppen geräumt, Stühle und leeren Regentonnen in Ecken geschoben bzw. mit Steinen beschert - nur um einige Minuten später zu hören, wie sie durch die Gegend flogen. Der Gartentisch der Nachbarn flog wohl quer durch den Garten in eine Hecke, jedenfalls guckten zwei Stunden später, als es schon wieder eine Weile ruhig war, die Beine oben aus ihr raus. Der Spuk dauerte nur 40 Minuten, die wir fast vollständig draußen waren.
Die Hühner liefen nämlich statt ins Haus unter ihre Lieblingshecke. Da wir aber nicht wussten, wie zuverlässig unser Zaun halten würde (die Tür wurde vom Kurzhaarigen festgehalten), wollte ich sie einsperren. Die beiden Weißen gingen nach etwas schimpfen und schubsen auch nach Hause, aber Cpt. Janeway, das braune Hund ohne Führungsqualitäten, kroch immer weiter unter die Zweige. Wir fluchten, krochen in die Hecke und irgendwann hatten der Sturm und ich die Hecke soweit niedergedrückt und zerfleddert, dass ich eine Lücke fand und nach dem nassen Huhn greifen konnte.
Ihre Kameradinnen standen im Haus und schauten dem komischen Treiben zu...

Nach der Rettungsaktion rannte ich in die Garage und zog alles aus, was ich an hatte. Das war zwar aufgrund der Hitze eh nicht viel, aber gemeinschaftlich produzierten wir einen kleinen Bach in der Garage. Und weil mir dann alles egal war, ich war ja eh schon nass, wollte ich wieder raus und mir das Spektakel von nahem ansehen. Allerdings stand ich beim Schritt aus der Garage in den Hinterhof knöcheltief im Wasser - die Abflüsse auf dem Hof waren überfordert mit den Mengen, die sich ergossen. Also alle Abdeckungen zur Seite gewuchtet bzw die Abdeckbelche zur Seite geräumt. Das waren Sturzbäche, die dort reinfielen... Für ein paar Sekunden, denn die Löcher waren rasch gefüllt. Es lief einfach nicht schnell genug ab.
Über 25 l fielen pro Quadratmeter.





Kaum hatte es aufgehört zu regnen und zu stürmen, fuhren Feuerwehr, Thw und Krankenwagen durch den Ort. Mehrere Bäume sind umgestürzt, aus einem der Fenster im Obergeschoss haben wir die zerfledderten Baumkronen in der Umgebung betrachtet. Auch als ich heute von der Arbeit kam liefen diverse Motorsägen. Unsere Bäume hat es zum Glück nicht zerfetzt, aber die Stockrosen liegen, den Hiniskus habe ich gestern Abend aufgestellt und abgestürzt, die Kartoffeln lagen erstmal platt und richten sich nur langsam auf,...

Jul. 5., 2015

04:36 pm - Trocken gefallen

Achtung, brandheiße Meldung: Es ist zu warm. Unsere Thermometer fallen tagsüber seit drei Tagen nicht mehr richtig unter die 30 Grad Celsius, auch nachts ist die Abkühlung eher mau. Immer wieder rufe ich unterschiedliche Wetter Apps auf und suche die angekündigten Gewitter. Im Augenblick warte ich auf etwas Regen, den das Regenradar für ca. 16:50 vermuten lässt. Die Hortensien lassen schon wider die Blätter hängen, dabei haben wir gestern Abend großzügig mit dem Schlauch den Garten gesprengt - soweit der Schlauch reichte. Die einzigen, dieses noch gut mit machen, sind die Stockrosen. Die blühen wie wild.
Und obwohl ich dieses Jahr kein Johannisbeergelee kochen wollte, stehen einige Gläser "Apfelbär" in der Küche. Wir haben relativ spontan rote und schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren und einen Apfel zusammen geworfen und daraus Konfitüre gemacht. Ganz kann ich es einfach nicht lassen... Die Erbsen sind auch fast fertig und an der Zucchini wachsen immer neue Früchte.

Nach einer Woche mit den Hühnern sind sie schon ein schönes Stückchen gewachsen und haben sich etwas an uns gewöhnt. Zumindest ich kann sie abends beim einsperren ins Bett bringen manchmal vorsichtig streicheln und beim Füttern kommen die beiden Weißen auch auf wenige Zentimeter an mich heran. Allerdings hatten wir auch schon einen Verlust - für die Schwarze war eine nähere Begegnung mit dem Hund - Gretel ist durch die geschlossene Tür gerannt als der Kurzhaarige füttern wollte- zu aufregend. Wir konnten keinerlei Bisswunden finden, auch die Federn waren noch halbwegs geordnet. Daher vermute ich einen Herzinfarkt. Nicht schön, aber innerlich habe ich damit etwas gerechnet. Trotzdem füttern wir weiterhin die gleiche Futtermenge, die Sperlinge haben nämlich diese praktische Futterquelle entdeckt und spachteln mit. Auch die Tränke ist sehr beliebt. Das klingt zwar schön Landromantisch, kann aber eine Ansteckungsmöglichkeit mit verschiedenen Krankheiten und Milben sein. Das ist übrigens mit einer der Gründe, warum die Ställe in konventionellen Haltungen möglichst dicht sind... Bei drei Hühnern wäre der Ausfall des Bestandes ärgerlich, aber kein großer finanzieller Schaden. Bei mehreren hundert sieht es schon anders aus. Ich überlege noch, wie ich damit umgehe und denke über das basteln eines "Futterautomaten" nach.

Als die Temperaturen am Donnerstag noch halbwegs ertragbar waren, war der Minion da und hat den Rasen gemäht. Der leider derzeit auch krank scheint. Da muss ich mich nochmal belesen, was es sein könnte und wie wir damit umgehen. Außerdem haben wir das hölzerne Hoftor am Hinterhof gestrichen. Das hat in den ca. 8 Jahren, die es jetzt auf dem Buckel hat, noch nie erlebt. Aber es steht ihm.
Der Kurzhaarige hat sich eher dem auskratzen von Fugen gewidmet. Eine lästige Aufgabe, die ich gar nicht leiden kann. In den letzten Jahren haben wir den Grünwuchs dazwischen einfach mit Schaufel und Besen gekürzt oder abgeflammt. Letzteres ist bei der momentanen Waldbrandgefahr aber keine Option! Mir graut es schon vor der Mähdruschsaison...

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