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Men don't protect you anymore

Nov. 1., 2014

09:11 am - Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn!


Weil Halloween-Kürbisse nicht nur grinsen müssen.

Okt. 9., 2014

04:10 pm - Gartenfreu(n)de
































































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Jul. 3., 2014

01:14 pm - Kulturlandschaft

Mir begegnete vor Jahren einmal ein Sachse. Das war auf dem Weg nach Hamburg, im Regionalzug zwischen Hannover und Uelzen. Er war uns gegenüber nicht unfreundlich, aber er war deutlich distanziert. Nach einiger Zeit platze es aber raus, dass wir unglaubliche Ausbeuter und Heuchler wären. Als jemand, der nahe der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze, die es schon zu meiner Kindergartenzeit offiziell nicht mehr gab, aufwuchs, erschien mir das ganze paradox. Flossen nicht seit Jahren die Steuergelder meiner Eltern auch mit in seine Schulbildung? Und in die Straße vor seinem Haus? Nein, war er sich sicher, nein, das meine er nicht. Er begann zu erzählen, wie rund um seinen Heimatort die Landschaft einer Mondlandschaft glich –übersät mit Kratern vom Kohleabbau. Seine Heimat wurde zerstört, damit wir im Westen es schön warm und hell haben. Und unsere Industrie laufen kann, in der jetzt alle jungen Leute arbeiten würden, die aus dem Osten abhauen. Aus dem hässlichen Moloch mit den niedrigen Gehältern in den reichen Westen, wo jedes Dorf umrandet ist von unberührter Natur. Er zeigte auf die Felder, die an uns vorbei zogen. Und auf die Wälder am Horizont.
Mittlerweile glaube ich, er hatte auch zu DDR Zeiten seinen Ort nicht oft verlassen. Allerdings war er auch nicht oft in der Schule oder bei den Pionieren, wie auch immer er sich dem System entzogen hatte. Wenn er dort gewesen wäre, hätte er sicher gewusst, dass sein Finger nicht auf bloße Natur zeigte. Er zeigt auf eine Industrie, die dem Braunkohleabbau näher ist als unberührte Natur.
In den vergangenen Jahrhunderten haben wir unsere Landschaft verändert. Wir haben Deutschland mit einer Kulturlandschaft überzogen. Wenn ich im Zug aus dem Fenster blicke, dann sehe ich Produktionsstandorte von Nahrungsmitteln und Energieträgern. Jedes Jahr wenden Landwirte unglaublich viel Zeit und Energie dafür auf, damit auf ihren Äckern etwas wächst. Und sie pflegen es. Immer wieder fahren sie hinaus, bringen Dünger in unterschiedlichster Form aus und schützen ihre Produkte vor anderen Pflanzen, die ihren Zöglingen Wasser und Nährstoffe streitig machen könnten. Sie verbringen Stunden damit, die Früchte ihrer Felder zu ernten. Und mit jeder Entscheidung die sie treffen, prägen sie unsere Landschaft. So wie der Bagger, der sich im Tagebau vorwärts frisst.
Und jedes Mal, wenn ein Förster entscheidet, an welcher Stelle des Waldes Holz entnommen wird, prägt er unsere Umgebung. Das Holz wird als Rohstoff benötigt. Für Möbel und Fußböden, Eisstiele und Papier. Wenn ich durch den Wald radele, dann sehe ich nicht nur die Heimat von ein paar Vögeln und Rehen. Da sehe ich auch, ob dort gute Bäume stehen, die zu guten Preisen verkauft werden können.
Aber jedes Mal, wenn sich die Holzerntemaschinen in den Wald bewegen, steht schon ein Plan wie es mit diesem Fleckchen Landschaft weiter gehen soll. Ob dort die gleiche Baumart wieder wachsen soll oder eine andere. Ob nur die Pflanzenkinder der scheidenden Bäume dort wachsen sollen oder neue gepflanzt werden, ordentlich in Reihen. Und auch in zwanzig Jahren wird diese Entscheidung noch sichtbar sein. So wie das Loch, das der Bagger hinterlassen hat.
Vielleicht etwas schöner. Aber trotzdem: unsere Wälder und Felder sind Menschen gemacht. Genauso wie die Mondlandschaften der Kohleförderung, Autobahnen und die bepflanzten Wände in manchen Hotellobbys.
Wir haben die Entscheidung zu dieser Landschaft getroffen.
Und wer glaubt, dass er damit nichts zu tun hat, der geht wohl nicht wählen. Denn auch wenn du weder Landwirt noch Förster bist, entscheidest du jeden Tag mit, was sich um dich herum verändern soll. Mit deinem Griff zu einer bestimmten Apfelsorte im Supermarkt. Oder mit der Partei die du wählst. Sei kein Narr.

Jun. 21., 2014

12:40 am - Heute habe ich...

- alte Bekannte getroffen
- ein Geheimnis bewahrt
- mich erschreckt
- einen Einkauf für sechs Tage getätigt
- Ziegen gestreichelt
- mit Hunden getobt
- jemanden meine Telefonnummer gegeben
- ein Prezewalskipferd angestubst
- mich über zerkochtes Essen beschwert und dafür weniger bezahlt
- die Wohnung aufgeräumt
- Komplimente für meine Nagellackfarbe bekommen (Bordeaux von essie)


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Apr. 26., 2014

09:20 pm - Rote Lkw

Hin und wieder habe ich Macken. Wie das farbliche sortieren von Wäscheklammern. Aber heute fand ich eine neue: Lkw-Kolonnen vollständig abfahren.
In einer langen A7 Baustellen fiel mir etwas merkwürdiges auf. Die vielen roten Lkw. Es waren nicht zwei oder drei. Es waren dutzende. Nach der Baustelle setze sich zum Überholen an. An der Seite der Name einer Braunschweiger Firma. Sie würden also meine Abzweigungen auf die A39 ebenfalls fahren! Drei. Vier. Fünf... Nach dem 18. die Abzweigung. 19. 20. 21. ... Nach Nummer 30 hätte ich abfahren müssen. Aber da waren noch rote Lkw vor mir! Also fuhr ich weiter. 31. 32. 33. ... 40!
Ach. Ja. Es war ein schönes Gefühl.

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Mär. 20., 2014

11:14 pm - Es reicht

Nach meinem Unfall und der ekelhaften Männerwelt auf einer Veranstaltung, komme ich kaum zur Ruhe. Letzte Woche wurde das neue Auto gesucht. Am Wochenende gab es einen Ausflug in ein schlechtes Museum. Und die Wiederaufnahme von einer Baustelle auf meinem Arbeitsweg. Das hat meinen Weg zur Arbeit teilweise verdreifacht. Und heute morgen mir eine Vollsperrung beschert - keine 500 m Meter hinter den Unfall. Tolles Gefühl, zwischen stark bremsenden Lkw in einem Kleinwagen aus Plastik zu sitzen. Damit alles schön wird, hat eine alte Freundin die Diagnose Multiple Sklerose bekommen und im Kindergarten meiner <1m Verwandtschaft ist Tuberkulose aufgetreten.
Zwischendurch habe ich dann noch auf dem Weg zwischen Versicherung und Gynäkologe (huhu Krebsvorsorge) die Auto-Papiere verloren, die ich in der Zulassungsstelle brauche. Die wurden aber mit einer kurzen Suche mit der Taschenlampe wieder gefunden. Trotzdem: Mir reicht es jetzt.

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Mär. 8., 2014

05:15 pm - Hammerheim

Irgendwann fand ich im Oma-Nachlass einen kleinen Holzkoffer. Vermutlich hatte er mal eine Spielesammlung beinhaltet. Aber die war nicht mehr dabei. Zum Wegschmeißen war er zu schade. Aber mit dickem Spielehersteller-Logo auch kein Gebrauchsgegenstand. Die Deckel waren auch viel zu dünn. Aus einer Laune heraus bekam er deshalb irgendwann ein paar Schichten schwarzen Glitzerlack. Und stand dann wieder in der Ecke. Dann kam mir eine Idee. Im Flur waren noch Löcher in der Wand. Von einer alten Gardeobenleiste. Auf Hüfthöhe. Meine Oma hatte dort Einkaufsbeutel hängen. Für uns war das nichts. Der Hund fand es toll Beutel runter zu zupfen. Aber die Löcher hatten den richtigen Abstand für den Koffer.


Das Geglitzer ist relativ dezent.

Natürlich hängt er dort nicht nur als Deko. Vor dem Aufhängen wurde gebastelt. Mit etwas Styropor. Und einer kleine Kette. Etwas Gurtband. Fertig ist die Werkzeug-Aufbewahrung:


Damit ist der wichtigste Kram immer in Reichweite. Und nicht irgendwo in den Tiefen eines Schranks verschwunden.

Die gelben Kleckse sind übrigens Heißkleber-Streifen. Eine etwas unelegante Lösung. Aber so bleiben Zollstock und Teppichmesser aufrecht.

Einen bis zwei kleine Halterungen muss ich noch bauen. Aus Ösen oder so. Für Bleistift und Phasenprüfer.

Feb. 19., 2014

08:14 pm - UPS... Versteh wer will

Vor ein paar Tagen diktierte ich einem Händler am Telefon meine Adresse. Da ich nie zuhause bin auch eine Alternative. Gerade kam ich von der Geschäftsreise. Und fand einen UPS-Zettel im Briefkasten. Mein Paket ist bei jemand anderem gelandet. Und dann auch noch falsch geschrieben.

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Jan. 26., 2014

06:40 pm - Siebenundzwanzig

Noch 364 Tage um in den legendären Club der 27er zu kommen.

(Am 23. wurde mit dem Damenkränzchen rein gefeiert. Von denen gab es hauptsächlich Trinkgläser geschenkt. Am nächsten Morgen ging es zu meiner Familie. Die mir schon zu Weihnachten die teure Heizanlage zum Backen geschenkt hatten. Deswegen gab es von denen nur Toilettenpapier. Und einen kitschigen Drachen-Toilettenpapierhalter. Der leider nicht in mein Badezimmer passt. Aber ich finde schon einen schönen Platz für ihn. Vom Kurzhaarigen gab es einen Außen-Thermometer mit Hygrometer. Und von mir selbst einen BluRay-Spieler. Und von Gretel gab es auch etwas. In Kooperation mit dem Kurzhaarigen: Sie bleibt bei geöffneter Autotür sitzen. Das rockt. Weniger Angst an befahrenen Straßen.)

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Jan. 20., 2014

06:14 am - Himmelskörper

Sterne. Satelliten. Sonne. Mond. Sternbilder. Die Milchstraße. Zählen Wolken? Es gibt viel da oben. Vor ein paar Jahren sah ich ein UFO. Lacht nicht. Ein riesiger Feuerball zog über den Himmel. Wahrscheinlich ein großer Meteorit. Ich kann mich noch an den Kometen Hal erinnern. Hieß er so? Er stand wochenlang am Nachthimmel. Wenn ich mich richtig erinnere. Sternbilder erkenne ich nicht viele. Cassiopeia. Den großen Wagen. Orion. Manche Konstellationen erkenne ich wieder. Aber kann sie nicht benennen. Vor ein paar Jahren die Sonnenfinsternis. Wir sahen nur eine Teilabdeckung. Ansonsten war der Tag bewölkt. Aber wir standen brav auf der Straße. Mit unseren Pappbrillen. Das war schon spektakulär. Und irgendwie albern.
Vor fast genau 14 Jahren stand ich morgens um 5 Uhr auf der Straße. Um eine Mondfinsternis zu beobachten. Viel gesehen habe ich nicht. Mal wieder. Aber ich erinnere mich gut. Es war kurz vor meinem 13. Geburtstag. Und der erste Tag meiner ersten Periode.
Hier in der Gegend ist der Himmel oft zu hell. Oder zu viele Wolken. Die großen Städte im Umfeld tragen dazu bei. Und das Stahlwerk. Besonders im Winter sorgt dies für einen hellen Abendhimmel. Einen orangenen Schimmer. Als würde ein Teil des Himmels brennen. Immer wenn sie die heiße Schlacke abstechen. Die tatsächlichen Flammen kann man nur bei klarer Witterung erahnen.
Sterne gucken gehört zu den schönen Dingen auf den Mittelaltermärkten. Gemeinsam Sternbilder raten. Sternschnuppen zählen. Sich über die Milchstraße freuen. Wenn sie zu sehen ist. Großstädter die über die Vielzahl der Lichter erstaunt sind.
Als Ex-Trekkie bin ich doch irgendwie astrologisch beeinflusst. Der mystische Aspekt macht es nicht besser. Ein klarer Sternenhimmel beruhigt die Seele.

Kennt ihr Vex? Ein Wahrheit oder Pflicht Spiel für Spätpubertäre. Hin und wieder ziehe ich eine Karte aus dem Stapel. Und ziehe daraus Inhalt für das Journal. Gedankenfangen. Für mein älteres Ich.

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